Vereinslokale
Gasthaus zum Rothen Löwen 1894
Das Gasthaus zum „Rothen Löwen" befand sich in der Kaiserstraße 38.
Bis 1981 stand dort ein Haus, in dem die Rechtsanwälte Jöckel und Kary ihre Kanzlei hatten. Heute steht an dieser Stelle ein neues Geschäftshaus mit Fischgeschäft, Rechts- anwaltskanzlei und Arztpraxen.
Der damalige Besitzer und Wirt des Lokals war ein Herr Johannes Günderoth, der laut Adam Kark, auch Initiator der Vereinsgründung war.
Am 6.10.1894 erschien in der LZ eine Anzeige, die am gleichen Abend zur Vorstandswahl aufrief. Da in den folgenden Zeitungsanzeigen immer „Der Vorstand" stand, kann mit Sicherheit angenommen werden, daß der erste Lampertheimer Schwerathletikverein am 6.10.1894 unter dem Namen „Athleten-Club Lampertheim" gegründet wurde.
Übungsstunden waren am Samstagabend und bei Nichterscheinen mußte eine Strafe entrichtet werden. Die Mitglieder dieses Clubs trugen eine Vereinsmütze. Wie lange dieser Verein bestand konnte nicht festgestellt werden.
Gasthaus Karpfen 1899
Das Gasthaus „Karpfen" befand sich Ecke Schulstraße und Emilienstraße 9 zusammen mit dem früheren Kino Astoria.
Das große Gebäude, in dem das Kino war, wurde von der Familie Würtemberger als Seilerei erbaut und diente u. a. auch als Übungsraum für die „Germania".
Der Wirt des „Karpfen" war damals Johann Schollmeier, führende Männer waren nach Niederschriften Kark's, Valentin Krämer und Johannes Gutschalk.
Adam Kark gibt in seiner Kurzchronik an, daß 1899 im Gasthaus zum „Karpfen" der Athletenclub „Germania" gegründet wurde.
Hierbei handelt es sich aber wahrscheinlich um eine Verwechslung, denn laut „LZ" wurde die „Germania" im Januar 1900 gegründet. Vielleicht trifft das Gründungsjahr 1899 für den nächsten Lampertheimer Schwerathletikverein zu.
Zum Kronprinz 1900
Das Gasthaus zum „Kronprinz" befand sich in der Römerstraße 10/Ecke Sauerngasse.
Am 6.6.1900 erschien in der LZ die Anzeige eines weiteren Vereines.
Inhalt dieser Anzeige war die Einladung zu einer Veranstaltung , aber nicht zur Gründung eines Vereins.
Dies bedeutet, daß der Verein zu dieser Zeit schon bestand. Leider fehlt der Zeitungsband von 1899 im Lampertheimer Zeitungsarchiv, so daß das genaue Gründungsjahr dieses Vereins nicht bestimmt werden konnte. Es handelte sich hierbei um den Athleten-Club „Harmonia" Lampertheim.
Der Name des Vereinslokales ist aus den Anzeigen der LZ nicht ersichtlich. Adam Kark gibt in seiner Kurzchronik von 1949 an, daß im Gasthaus „ Kronprinz " unter der Regie von Wilhelm Franz , ein weiterer Lampertheimer Schwerathletikverein gegründet wurde, der nicht von langer Dauer war.
Es ist deshalb anzunehmen, daß der Club „Harmonia" in der Gaststätte „Kronprinz" sein Vereinslokal hatte und dort auch 1899 gegründet wurde.
Erzählungen berichten weiter- hin von einem Vorgängerverein des „Freien Athleten-Club" Lampertheim und daß der „Kronprinz* ein Treffpunkt von Sozialdemokraten gewesen sei.
Da der Name „Harmonie" bzw. „Harmonia" oft bei Vereinen der Arbeiterbewegung vorkommt, könnte der Athleten- Club „Harmonia" dieser Vorgängerverein gewesen sein.
Zum Rebstock 1900
Gasthaus Zum Rebstock, ehemals Kaiserstraße 3
Als vierter Lampertheimer Schwerathletikverein taucht am 19.9.1900 der Athletik-Club „Felsenfest" Lampertheim auf. Dieser hatte sein zu Hause im Gasthaus „Rebstock", bei älteren Lampertheimern auch als Dachshöhle bekannt.
Das Lokal stand Ecke Kaiser- und Wilhelmstraße, vis a vis der evangelischen Kirche. Das Anwesen war im Besitz der Schreinerfamilie Herz, die dort auch ihre erste Schreinerei betrieben. Das Gebäude, in dem sich der Veranstaltungssaal befand, hieß deshalb auch im Volksmund der „Herze- Saal".
Die Wirtschaft wurde bis Mitte 1900 von der Familie Herz selbstgeführt, ab dann jedoch von einem Herrn Fr. Dinges. Als 1944 die evangelische Kirche von einer Luftmine getroffen wurde, traten auch schwere Schäden an dem alten Fachwerkhaus auf, die der Grund für den Abriß nach dem Kriege waren.
Rheingold 1904-1946
Das Gasthaus „Rheingold" befand sich an der Ecke Kaiserstraße und Peterstraße. Heute ist dort der Drogeriemarkt „Ihr Platz".
Der „Rheingold-Saal"bot über Jahrzehnte Räumlichkeit für verschiedene Vereine, Sport- und auch Tanzveranstaltungen.
Reichsadler 1946
Im Juni 1946 wechselte der Verein in das Gasthaus "Reichsadler" in die 1. Neugasse.
Vorausgegangen waren einige Meinungsverschiedenheiten mit dem Wirt des "Rheingoldes", Philipp Heiselbetz.
Im "Reichsadler" wurde dann auch der ASV 04 gegründet. Auf unserem Bild rechts: ehemaliges Haus von Rudolph Sattler.
Zur Krone 1963-1965
Vereinslokal von 1963-1965, Gasthaus „Zur Krone"
Zur Rosengarten 1965-1969
Gasthaus zum „Rosengarten", Wormserstraße gegenüber der Mündung der I. Neugasse (1965-1969)
Hohenzollerneck ab 1969
Hohenzollerneck, Ecke Bismarck- und Hohenzollernstraße
1969 fand dann der letzte Wechsel des Vereinslokales statt. Um näher an der Schulturnhalle zu sein, zog der ASV 04 in das Gasthaus „Hohenzollerneck" um. Der Umzug erwies sich als Glücksgriff. Ruth und Carlo Zimmermann waren geeignete Wirtsleute und bescherten mit ihren Söhnen Klaus-Dieter und Michael, dem ASV zwei hervorragenden Sportsleute.
Trainer
Markus und Horst Jocher
Bis ungefähr 1950 war das Wort Trainer kaum geläufig, man bezeichnete ihn als Ringwart bzw. Stemmwart.
Beginnend 1913 bis zum 2. Weltkrieg waren die Ringwarte in Lampertheim: Ludwig Müller, Adam Weinheimer, Albert Hörner, Karl Hetzel, Hugo Hahl, Georg Hahl, Adam Müller und Joseph Litters.
Nach dem Krieg bis 1960 leiteten die Aktiven Adam Müller, Georg Hahl, Peter Born und Ernst Rothenhöfer das Training.
Während der 50er Jahre war Landestrainer Hermann Denu aus Mannheim etwa 1Jahr offizieller Trainer der Lampertheimer Ringer.
Ab 1960 waren Willi Drackert, Werner Schumacher und Heinz Stephan für das Training verantwortlich.
Heinz Stephan übernahm dann 1968 offiziell das Traineramt für Schüler, Jugendliche und Aktive.
1987 wurde der Schifferstädter Paul Neff Trainer des ASV.
Co-Trainer war der aktive Ringer Horst Stephan.
Heinz Stephan
Paul Neff
Horst Stephan
Schülertrainer
Im Schülerbereich sind aus der Zeit vor dem 2.WK keine Trainer namentlich bekannt.
Nach dem Krieg übten Peter Born, Karl Ade und Horst Stephan sen. für einige Zeit diese Funktion aus.
Ab 1963 leiteten Manfred Köcher und Willi Freitag das Schülertraining, bis Heinz Stephan 1968 das gesamte Training des Vereins übernahm.
Nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn als Ringer, übernahm Bodo Borr mann 1972 bis kurz vor seinem allzu frühen Tod im Jahre 1999 das Schülertraining.
Für sein unermüdliches Engagement bei der Schülerarbeit des ASV 04 wurde ihm die Sportplakette der Stadt Lampertheim verliehen.
Nach 1999 leiteten Michael Zimmermann, Paul Blüm, Mathias Weber, Udo Stein, Bernd Volk und Norbert Lott abwechselnd das Schülertraining.
Bodo Borrmann
Gymnastik-Gruppe
der ASV Damen
Stehend,v.l. ElsaRies,HeidiJocher, MarianneLawall, Monika Hoffmann, Hildegard Gallian, Sylvia Kraus, Renate Gärtner. Sitzend, v.l. Ilse Geyer, Dominika Seelinger, Irene Neundörfer. Vorne. Nortrud Müller
1978 bildeten Ehefrauen und Freundinnen von ASV Mitgliedern oder Ringsportanhängern eine Gymnastikgruppe und schlossen sich dem aufstrebenden ASV 04 Lampertheim an.
Die Damen wollten nicht nur zuschauen, sondern etwas
für sich selbst tun.
Ziel war nicht der Leistungssport, sondern die allgemeine
körperliche Ertüchtigung und die Pflege der Geselligkeit.
Die sportliche Betätigung der Damen beschränkt sich auf Gymnastik und hat nichts mit Frauen-Ringen zu tun. Trotz der momentan ungünstigen Situation des Vereins, bilden die „ASV-lerinnen"
eine tragende Säule.
Die Leiterin der Gruppe ist gleichzeitig Vorstandsmitglied beim ASV 04 Lampertheim.
Die bisherige Leitung hatten folgende Damen:
1978-80 Annemie Richter
1980-84 Lilo Süssner
1984-85 Margot Borrmann
seit 1985 Nortrud Müller
Ski- und Wanderabteilung
Ski- und Wanderabteilung des ASV04, Januar 2004 in Großarl
1987 riefen Wintersport begeisterte ASV Anhänger eine eigene Ski- und Wanderabteilung ins Leben.
Grund war die Unabhängigkeit von privaten Reiseveranstaltern und die Durchführung von Reisen innerhalb einer Organisation.
Anfangs wurden jährlich mehrere Ausflugsfahrten durchgeführt, doch inzwischen hat es sich auf 1-2 Fahrten eingependelt.
Der Leiter dieser Abteilung ist seit 1987 Karl Heinz Schmitt, der ebenfalls dem Vorstand des ASV 04 angehört.
Ehrungen / Empfänge
1978 Colorado Springs
Einfach Achim
Oskar Treffen 2018
Späte Jahre
Urlaub ca 1978 wo ?
Neu von Paul
Gemischt